Die Welt der Traber
Geschwindigkeit, Kosten und Ausstattung – Informationen zu Trabern und Trabrennen im Überblick.
Banks bei seinem Rekordlauf in Hamburg
Wie schnell ist ein Traber?
Die Traberzucht ist eine Leistungszucht. Neben einer guten Abstammung ist der Rekord das wichtigste Merkmal für die Beurteilung eines Trabers.
Alle ausgewiesenen Rekorde sind Kilometer-Durchschnittszeiten.
Beispiel:
Benötigt ein Pferd für eine Rennstrecke von 2.000 Metern zwei Minuten und 30 Sekunden, dann beträgt die Kilometer-Durchschnittszeit eine Minute und 15 Sekunden (übliche Schreibweise: 1:15,0).
Bevor ein Pferd an Rennen teilnehmen darf, muss es sich zunächst in einer Kilometer-Durchschnittszeit von 1:25,0 oder schneller qualifizieren.
Das schnellste jemals in Deutschland gelaufene Rennen fand am 1. Juni 2025 in Berlin-Mariendorf statt. Der siebenjährige Hengst Jimmy Ferro BR trabte über die englische Meile (1609 Meter) einen Kilometerschnitt von 1:09,5. Das heißt, Jimmy Ferro BR war mit 51,8 km/h unterwegs.
Noch schneller war der Hengst Gio Cash bei seinem Sieg am 12. Juli 2025 im schwedischen Årjäng. Mit 1:08,5 stellte er einen neuen Rekord für Pferde aus deutscher Zucht auf.
Der absolute Weltrekord eines Trabers stammt aus der Saison 2018 und überdauert bereits mehrere Jahre. Der damals sechsjährige Wallach Homicide Hunter trabte auf der Roten Meile von Lexington im US-Bundesstaat Kentucky 1:07,6.
In den USA ungemein populär sind Rennen für „Pacer“, die dank eines speziellen Beingeschirrs, den sogenannten Hobbles, nicht im Trab, sondern im Passgang laufen. Der ist in Europa nicht zulässig und führt zur Disqualifikation. Allerdings sind diese Rennen nochmal deutlich schneller. Der Pacer-Weltrekord von Bulldog Hanover aus dem Jahr 2022 steht bei 1:05,8 (54,7 km/h).
Anschaffung und Unterhalt
Wie viel kostet ein Traber?
Als Besitzer in den Trabrennsport einzusteigen, ist einfacher als es sich mancher vielleicht vorstellt. Auch wenn der Trabrennsport ein kostspieliges Hobby ist, ist er alles andere als nur ein Sport für die Oberschicht.
Nichts ist spannender als direkt an der Bahn zu stehen und das eigene Pferd anzufeuern, im besten Falle danach in den Winnercircle zur Siegerehrung zu eilen und anschließend auf den Erfolg anzustoßen.
Man kann einen Traber schon für „kleines“ Geld (ab 1.000 Euro) erwerben, ob er allerdings ein Sieger wird, bleibt abzuwarten.
Doch auch ein Investment von 100.000 Euro und mehr beinhaltet keine Erfolgsgarantie. Pferde sind schließlich Lebewesen und keine Maschinen.
Trabrennpferde werden von ihren Züchtern, Besitzern oder Trainern auf dem freien Markt, auf Auktionen oder auch im Internet angeboten.
Nach dem Erwerb fallen laufende Kosten an: Training, Boxenmiete, Futter, Schmied, Tierarzt, Einsätze, Transporte, Versicherung. Da kommen schnell 1.000 Euro und mehr im Monat zusammen.
Doch der Traber lässt sich von allen Sportpferden vergleichsweise günstig unterhalten.
Ausrüstung - was ist wo?
Balance und Schutz der Hufe
Schutz der Gelenke
für geräuschempfindliche Pferde
Balance & Halt des Pferdes
Regulierung des Pferdes
welches Rennen/welcher Startplatz
Lenkung
Sicherheit für den Fahrer
Rennwagen
mit Radscheiben (Schutz der Beine des Pferdes)
Befestigung des Sulkys (inkl. Geschirr)
Schutz der Beine des Pferdes